Wünsch dir was … oder lass es besser

Die letzte Kolumne des Jahres macht mich immer ein bisschen nachdenklich. Wieder einmal sind zwölf Monate wie im Flug vergangen. Winter, Frühling, Herbst 1, Hitzewelle, Herbst 2, Winter. Ich habe mir mal meinen letztjährigen Wunschzettel vorgenommen und verglichen, was davon tatsächlich wahr geworden ist. Und ich sage es gleich: Das Ergebnis ist enttäuschend …

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Wunsch #1: „Bundestagsneuwahlen fände ich gut, und zwar mit einem gänzlich anderen Ergebnis als im September.“ Daraus wurde wie zu erwarten nichts. Also harren wir weiter aus und hoffen auf auf das Jahr 2017.

Wunsch #2: „Würde der FC Bayern in der Bundesliga mal ein Spiel verlieren, wäre das durchaus in meinem Sinne.“ Auch hier war 2014 eine absolute Enttäuschung. Anstatt dass der FCB mal ein Spiel verliert, verliert der BVB gleich alle. Womöglich wurde ich da irgendwie falsch verstanden, doch ich überlege immer noch, an welcher Stelle das gewesen sein könnte.

Wunsch #3: „Gerne sähe ich es, würde Markus Lanz bei ‚Wetten Dass …?‘ seinen Dienst quittieren. Oder nein, besser noch, würde dieser längst überholte Show-Dino endlich in den Ruhestand geschickt.“ Treffer! Versenkt! Und das mit Pauken und Trompeten bzw. Scham und Tand.

Wunsch #4: „Ich wünsche mir, dass irgendjemand, der dazu befugt ist, Nadja abd el Farrag ein Öffentlichkeitsverbot erteilt, nicht nur um ihrer selbst Willen.“ Wer war noch mal Nadja abd el Farrag? Zumindest hier scheint hinter den Kulissen irgendwas in dieser Richtung passiert zu sein … Eines ihrer wenigen Statements in diesem Jahr: „Bohlen war der Fehler meines Lebens.“ Sicherlich. Aber sicherlich nicht der einzige …

Zitat #5: „Ich fände es toll, würde ich im neuen Jahr bei Facebook nie wieder von Essens- und Fußpostings belästigt.“ Tatsächlich hat das Posten von Mahlzeiten aller Art ein wenig nachgelassen. Bei den ersten Sonnenstrahlen und in der klassischen Urlaubszeit kehren aber zumindest die Füße zurück auf die Pinnwand: Im Sand, im Meer, im Pool, auf der Liege …

Wunsch #6: „Allumfassende Dinge wie Weltfrieden, mehr Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme sollten natürlich immer auf jedem Wunschzettel stehen, erfüllen sich aber wohl genauso wenig wie die Hoffnung, dass Steuerhinterzieher Uli Hoeness so richtig sein Fett wegkriegt. Und damit meine ich nicht das an seinem Bauch.“ – Zumindest hat sich hier mein Realismus bezahlt gemacht. Aus all diesen frommen Wünschen wurde natürlich auch nichts.

Wunsch #7: „Ich wünsche mir für Miley Cyrus einen Menschen, der sie zukünftig in Sachen PR besser berät, und Bushido nichts Gutes.“ Ersteres ist vermutlich ohnehin vergeblich, hier werden es Alter, Reife oder Totalabsturz richten. Für Bushido wiederhole ich meinem Wunsch, nachdem seine Ehefrau daheim scheinbar viel Schlechtes erlebt hat.

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch, meine Tränen der Enttäuschung zu trocken, euch ein wundervolles Fest und einen guten Rutsch zu wünschen und zu hoffen, dass sich zumindest das erfüllt.

Bis zum nächsten Jahr also!